Mit Ticketfreiheit im Stadtbus auf der ökologischen Überholspur

Freie Fahrt an Samstagen in Tübingen hat mehrfach positive Effekte

Und aus touristischer Perspektive ist - als zusätzlicher Aspekt - für die vielen Tagesgäste und Besu-cher, die samstags nach Tübingen kommen, der ticketfreie TüBus eine Gelegenheit, um bequem und flexibel die über das ganze Stadtgebiet verteilten Sehenswürdigkeiten mit dem Bus zu erkunden. Für Nachtschwärmer in den Nächten von Freitag auf Samstag (ab Null Uhr) und bis 5 Uhr am Sonntag-morgen bedeutet die Aktion ticketfreie Mobilität bis tief in die Nacht.

Evaluation im Sommer
Im Juli unterziehen die Stadtwerke Tübingen gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Aktionsprogramm einer detaillierten Evaluation. Die Ergebnisse werden auch bei der Entscheidung über die Lauf-zeit von Bedeutung sein. "Wir halten es für richtig, nach einigen Monaten zu analysieren, wie das Angebot angenommen wird", sagt Wiebecke. "Wir wollen wissen, welche Effekte hinsichtlich Fahr-gastzahlen, Nutzungszeiten und Auslastung entstehen. Dazu gehört auch der Blick auf die Kosten, die teilweise von der tatsächlichen Nachfrage und den damit verbundenen Kapazitätsanforderungen abhängen. Jetzt, wo das Angebot gestartet ist, werden wir beobachten, wie sich die Aktion im Real-betrieb entwickelt."

Gültigkeitsbereich klar definiert
Der ticketfreie Bus ist auf das Stadttarifgebiet Tübingens (naldo-Preisstufe 11) begrenzt und umfasst die TüBus-Linien 1-14, 16-19, 22, 30, 31, 33-35 sowie die städtische Nachtbusse (N90 - N99). Damit sind auch die Ausnahmen eindeutig definiert. Sie sind wichtig, weil der Tübinger Stadttarif Teil des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) ist.

Generell gilt: Fahrgäste, die nach Tübingen hinein, aus Tübingen hinaus oder durch Tübingen hin-durch fahren - kurz: alle, die nicht ausschließlich innerhalb des Stadtgebiets unterwegs sind - müssen weiterhin naldo-Fahrscheine kaufen. Das gilt z. B. für Fahrgäste aus Richtung Rottenburg, Dusslingen, Gomaringen, Kusterdingen. Einzige Ausnahmen: Auf den Strecken Tübingen -Wurmlingen (Linie 18) und Tübingen - Kiebingen (Linie 19) genügt ein Kurzstrecken-Fahrschein. Von jeder Haltestelle in Wurmlingen oder Kiebingen aus reicht ebenfalls ein Kurzstrecken-Fahrschein, um ins Stadtgebiet Tü-bingen zu fahren.

Eine Kombination von unentgeltlicher Fahrt in Tübingen und dem Erwerb eines Anschlussfahrscheins ist nicht zulässig. Das entspricht der bereits bestehenden Regelung, wonach auch eine Kombination von Stadttarif-Zeitkarte und Anschlussfahrschein nicht erlaubt ist.

Züge (betrifft auch Unterjesingen, Derendingen und Lustnau) und Regionalbusse gehören nicht zum ticketfreien Angebot. Das betrifft unter anderem die Linien 826/828, die den Stuttgarter Flughafen an-binden oder auch die Linien 7611, 7613 und 7625, die über Kusterdingen nach Reutlingen, nach Mö-ssingen und Gomaringen fahren. Ausgeschlossen ist ebenfalls die Nutzung des Nacht-SAM. Dafür können die Tübinger Nachtbusse sowohl ab Mitternacht in der Nacht von Freitag auf Samstag, als auch in der Samstagnacht bis zum Betriebsschluss am Sonntagmorgen (5 Uhr) ohne Ticket genutzt werden. Die regionalen Nachtbus-Linien (N80, N81, N84, N87 und N88), die in Tübingen verkehren, sind dabei ausgeschlossen.

Alle Details, Regelungen und Gültigkeitsbereiche haben die Stadtwerke Tübingen auf einer eigenen Internetseite zusammengestellt: www.swtue.de/samstag-ticketfrei