Der Aufsichtsrat des naldo stellt Weichen für die Zukunft – naldo-Aktionsprogramm startet mit dem Projekt „naldo-Qualitäts-Team“


"Kernstück dieser neuen Strategie ist das gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen aufgestellte ´naldo-Aktionsprogramm´, das die Gebiete Vertrieb, Tarif, Marketing, Einnahmenaufteilung, Fahrgeldsicherung und Qualität der Verkehrsleistung umfasst. Oberstes Ziel ist es, den Kunden den Zugang zum ÖPNV zu erleichtern“, führte Reumann aus. Neue Technologien, wie z.B. ein elektronischer Fahrschein, abgebildet auf einer Chipkarte oder auf dem Handy, sollen mittelfristig dazu beitragen, immer noch bestehende Zugangshemmnisse der Kunden zum ÖPNV abzubauen. Zu den Erleichterungen gehöre auch der Verkauf von Fahrscheinen über das Internet. Voraussetzung hierfür sei ein transparentes und übersichtliches Tarifsystem. Zur Sicherung der Fahrgeldeinnahmen sollen aber auch die Fahrscheinkontrollen verstärkt werden. Auch die Einführung von Kundengarantien wird geprüft, so dass nach außen deutlich gemacht wird, dass die Partner des naldo qualitativ hochwertigen ÖPNV anbieten. Die Federführung für die Umsetzung des Aktionsprogramms habe die naldo-Verbundgesellschaft, deren Geschäftsführung künftig zweimal jährlich dem Aufsichtsrat über den Sachstand berichten wird.

Im Rahmen der Strategieberatungen habe man zudem die Handlungsbereiche der verschiedenen Partner – Verkehrsunternehmen, Landkreise, Land - des naldo definiert: An den Verkehrsunternehmen liege es, ihr Leistungsangebot und ihre betrieblichen Ressourcen weiterhin konsequent zu optimieren. Hierzu sollen innerhalb des naldo Leistungsanreize für unternehmerische Initiativen geprüft werden. „Da die Sicherstellung eines attraktiven ÖPNV als Aufgabe der Daseinsvorsorge zu sehen ist, bedarf es einer berechenbaren, planbaren und stetigen Finanzierung. Daher fordert der Verkehrsverbund naldo eine klare Abkehr weiterer staatlicher Kürzungen bei Land und Bund“, so Reumann. In seiner Funktion als Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs erwartet naldo vom Land die Aufrechterhaltung und den Ausbau des Leistungsangebots und der Infrastruktur für den Schienenverkehr. Dritter Partner des naldo sind die Landkreise, die die verbundbedingten Belastungen der Verkehrsunternehmen gemeinsam mit dem Land finanzierten. „Die Landkreise bekennen sich zu ihrer Verantwortung für naldo; Fakt ist, dass die Verbundfinanzierung des Landes derzeit jährlich abnimmt und z.B. durch verbundüberschreitende Kooperationen auf Dauer zusätzliche Belastungen auf die Landkreise zugekommen sind. Dies darf so nicht weitergehen“, fordert Reumann und ist zuversichtlich, dass mit diesen ehrgeizigen Zielen die Weichen für die Zukunft gestellt sind. So werde es gelingen, naldo Schritt für Schritt noch weiter nach vorne zu bringen und den Bürgerinnen und Bürgern eine attraktive und klimafreundliche Mobilität zu angemessenen Preisen mit Bus und Bahn zu bieten.